Gekritzel mit App

Dieser Text ist ebenda. Ein seltsamer Satz, es ist ein Test, den meine App für gute Grammatik ebenso durchlässt, wie meine langen, verschachtelten Sätze, ein Exemplar gebe ich hier gerade wieder, die nicht verkehrt zu sein scheinen.

Schreiben ist schon etwas Besonderes. Alle tun es mehr, denn je, aber in einer Art, die man auch in einer Kneipe um drei Uhr nachts hören kann:

"Bischt du dar?", "Hm", "Kannse ma hier gucken. Text is falsch"

Der obere Absatz gönnt sich 10 Fehler. Einige davon sind dem Umstand geschuldet, dass ich nicht weiß, wie ich die richtigen Anführungszeichen verwenden kann, eine Rede!

Die Lust am Fehler, am Nuscheln und falscher Schreibe kann die App nicht verstehen. Sie ist ein fanatischer Deutschlehrer, der mir am liebsten auf die Finger klopfen, wenn nicht sogar abhacken möchte, wenn sie meinen Text immer wieder und wieder prüfen muss und sich, wie ich, fragt, wohin es hier gehen soll.

Ich weiß es auch nicht. Aber das ist nebensächlich. Ich will einfach mal schreiben und das tue ich auch. Vielleicht hilft es von der Bildschirmbeobachtung weg, zu dem Ort zu kommen, in dem ich mich gerade befinde:

Hier, in der Bibliothek, sitzen wir und tun unsere Dinge. Wir sind an diesem Tisch zu viert und haben Rechenpower aufgebaut, deren Performance zusammen vor Jahren mal ein Vermögen gekostet hätte. Die Rechner werden schneller, wir tun jedoch das, was wir immer mit solchen Dingern getan haben. Schreiben, Filme gucken, zocken. Drei, die jüngeren an diesem Tisch, müssen lernen.

Ich, der alte Sack, der sich hier einfach zugesetzt hatte, kann seine Gedanken erbrechen. Alter privilegiert wirklich, aber das wissen wir ja alle.